Hans Tuppy mit Ludwig Wittgenstein-Preis ausgezeichnet

6. Oktober 2002, 19:24
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Ehrenurkunde: Der Ex-Wissenschaftsminister hat "Unschätzbares für Österreich geleistet"

Wien- Der Wiener Biochemiker, ehemalige akademische Multifunktionär und Ex-Wissenschaftsminister Hans Tuppy wurde am Samstag an der Universität Wien mit dem Ludwig Wittgenstein-Preis 2002 ausgezeichnet. Tuppy erhielt den Preis für "herausragende, Grundlagen schaffende Leistungen in der Biochemie, für seine Beiträge zur Organisation und Förderung der Forschung sowie für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses".

Insbesondere wurden auch seine "wissenschaftlichen Arbeiten zur Aufklärung der Struktur von Proteinen sowie zur Entdeckung von Erbinformation außerhalb des Zellkerns gewürdigt." Als Präsident des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), als Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und als Wissenschaftsminister habe Tuppy nachhaltig zur wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs beigetragen, heißt es in der Preis-Urkunde. Viele seiner Schüler würden bedeutende Positionen in Wissenschaft und Wirtschaft einnehmen. Er habe mit seiner Arbeit, seinem öffentlichen Engagement für die Anliegen der Wissenschaft und mit seinem Vorbild als Lehrer "Unschätzbares für Österreich geleistet".

Bereits am Freitagnachmittag erhielt Tuppy von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer die höchste Auszeichnung der Republik für Österreicher, das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. Die Ordensverleihung war Höhepunkt eines Symposiums, das die Forschungsgemeinschaft zu Ehren Tuppys unter dem Titel "Leben und Wissen" veranstaltet hat.

Mit der Wittgenstein-Preis will die 1977 gegründete, von Bund und Ländern getragene Forschungsgemeinschaft entweder die hervorragende Leistung einer Persönlichkeit oder ein hervorragendes Werk auf wissenschaftlichem Gebiet würdigen. Bisherige Träger der Auszeichnung, die nichts mit dem gleichnamigen Förderpreis des Bildungsministeriums für österreichische Spitzenforscher zu tun hat, sind Ernst Gombrich (1988), Viktor F. Weisskopf (1990), Ottokar Uhl (1996), Hermann A. Haus (1997) und Peter L. Berger (2000). (APA)

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