Israel-Premiere des "Pianisten"

4. Oktober 2002, 00:53
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Viel Applaus und Medienrummel um Roman Polanskis Siegerfilm von Cannnes

Tel Aviv - Mit großem Zuspruch hat das israelische Publikum am Dienstagabend den Film "Der Pianist" von Roman Polanski aufgenommen. Bei der Premiere in Tel Aviv feierten die Anwesenden Polanski und den Hauptdarsteller Adrien Brody unter großem Medienandrang mit minutenlangem Applaus und lauten "Bravo"-Rufen.

Der bei den Filmfestspielen in Cannes mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnete Film hatte Anfang September in Warschau seine Weltpremiere erlebt und startet am 25.10. in Österreichs Kinos.

Polanski betonte, es sei für ihn etwas sehr Besonderes, den Film über den polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman und sein Überleben im Warschauer Ghetto in Israel zu zeigen. Seit seinem letzten Besuch vor 20 Jahren habe sich sehr viel verändert, Tel Aviv sei inzwischen "eine Stadt wie viele andere".

Polanski, der als Kind im Krakauer Ghetto gelebt hatte, bezeichnete es als "großen Sieg, dass wir heute unseren eigenen Staat und unsere eigene Stadt haben". Gleichzeitig drückte er die Hoffnung aus, "dass beim nächsten Mal auch eine palästinensische Delegation mit im Saal sitzt".

Zur Premiere erschienen auch Staatspräsident Mosche Katzav, Kulturminister Matan Wilnai sowie zahlreiche israelische Künstler und Schauspieler. (APA/dpa)

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    Cannes-Erfolg prolongiert: Polanski

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