Rebellen warnen Frankreich vor Eingreifen

2. Oktober 2002, 08:25
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Heftige Kämpfe mit Regierungstruppen um Stadt Tiebissou

Nairobi/Abidjan - Die Rebellen im westafrikanischen Staat Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) haben Frankreich vor einem Eingreifen in den Konflikt gewarnt. Sie warfen den Truppen der ehemaligen Kolonialmacht vor, den Vorstoß der Aufständischen auf die Hauptstadt Yamoussoukro zu blockieren und die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo zu unterstützen, meldete der britische Radiosender BBC am Mittwoch. "Wir warnen Frankreich, denn das könnte anti-französische Stimmung erzeugen", erklärte ein Sprecher der Aufrührer dem Sender.

Hunderte Bewohner der nördlichen Stadt Korhogo hatten am Dienstag ebenfalls gegen die französischen Truppen und die Regierung Gbagbos demonstriert. Die Rebellen, die sich inzwischen "Patriotische Bewegung der Cote d'Ivoire" nennen, beherrschten neben Korhogo die Stadt Bouake sowie mehrere kleinere Ortschaften. Sie lieferten sich nach Berichten der Regierung heftige Gefechte mit loyalen Truppen um die Stadt Tiebissou, rund 40 Kilometer nördlich von Yamoussoukro.

Vermittler setzen Gespräche fort

Am Dienstag hatte Frankreich 70 zusätzliche Soldaten zur technischen Unterstützung seiner rund 700 im Land stationierten Militärs in den westafrikanischen Staat entsandt. Ein Vermittlerteam der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas setzte unterdessen die Gespräche mit Vertretern beider Konfliktparteien fort. (APA/dpa)

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