Preise für Alterswissenschaften verliehen

1. Oktober 2002, 20:14
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Gerontologinnen Herta Bacher und Waltraud Haas sowie die Theologin Inge Lang ausgezeichnet

Graz - Für ihre wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen des Alterns werden drei Wissenschafterinnen an der Grazer Karl-Franzens-Universität ausgezeichnet. Die mit je je 1.500 Euro dotierten Paul-Petry-Preise gehen an die Erwachsenbildnerin und Gerontologin Herta Bacher, die Gerontologin und Pflegedirektorin des Gerontologischen Krankenhauses der Stadt Graz, Waltraud Haas, sowie die Theologin Inge Lang.

Bereits zum vierten Mal verleiht die Universität Graz morgen, Mittwoch, die Paul-Petry-Preise für Alterswissenschaften. Mit der Vergabe des Preises honoriert die Universität Graz die Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten zu Aspekten des Älterwerdens aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen. Auffallend ist, dass die bisherigen Preisträger ausschließlich weiblichen Geschlechts sind. "Das hängt wohl auch damit zusammen, dass sich bisher überwiegend Frauen dieser Thematik widmen", so die Leiterin der Lehrganges "Interdisziplinäre Gerontologie/ Alterswissenschaften" und Mitglied der Jury zum Paul-Petry-Preis, Gertrud Simon.

Für ihre Arbeit über den Wert der Biografiearbeit mit alten Menschen wurde die Grazer Erwachsenenbildnerin und Gerontologin Herta Bacher ausgezeichnet. Ein Konzept zur Implementierung der Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege hat die Gerontologin und Pflegedirektorin am Geriatrischen Krankenhaus der Stadt Graz, Waltraud Haas, erarbeitet. Unterschiedliche Formen des Zusammenleben von Jung in Alt in bäuerlichen Familien in der Steiermark stehen im Mittelpunkt der Dissertation der Grazer Theologin Inge Lang, die den Paul-Petry-Preis als Dissertationsstipendium erhält.

"Es ist uns wichtig, Wissenschafterinnen zu fördern, die sonst nicht viel Anerkennung bekommen", erklärt der ehemalige Grazer Rektor und ebenfalls Jurymitglied Helmut Konrad, das Ziel der jährlichen Auszeichnung. Die Alterswissenschaften würden oft auf Pädagogik reduziert werden. Aber auch Ernährungswissenschaften, Bewegungslehre, Architektur und viele andere Disziplinen würden eine große Rolle spielen, betont Konrad. (APA)

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