Geld für die jungen Forscher

1. Oktober 2002, 19:02
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Das Land Tirol errichtet einen eigenen Wissenschaftsfonds

Innsbruck - Tirol errichtet einen eigenen Wissenschaftsfonds. Damit sollen wissenschaftliche Projekte nachhaltiger unterstützt und der wissenschaftliche Nachwuchs im Land gefördert werden. Im Tiroler Landhaus rechnet man zudem mit einem Output für die regionale Wirtschaft.

"Wir sehen den Fonds auch als wichtigen Ausdruck der Verbindung mit der Landesuniversität Innsbruck", sagt Landeshauptmann Wendelin Weingartner (VP) dem STANDARD. Rektor Hans Moser ist im Gegenzug "sehr erfreut, dass die seit zwei Jahren laufenden Gespräche nun finalisiert werden konnten". Die Förderung ist aber nicht auf Uni-Projekte begrenzt, sondern steht auch der Forschung an den Tiroler Fachhochschu- len zur Verfügung. Das Land will den Fonds laut Weingartner vorerst mit zwei Millionen Euro dotieren. Innsbruck hat bereits im Voraus 700.000 Euro bereitgestellt. Weitere Geldgeber sind willkommen.

Der Spiritus Rector des Gesetzes, Abteilungsgruppenvorstand Bernd Stampfer, erhofft sich, dass vermehrt Tiroler Forschungswissen im Land genützt werden könne. "Gut 80 Prozent fließen auch deshalb ins Ausland, weil viele Forschungsergebnisse von unserer klein strukturierten Wirtschaft nicht angenommen werden können."

Diese erwünschte Kooperation mit der regionalen Wirtschaft soll aber laut Stampfer nicht dazu führen, dass nur Wirtschafts- oder Naturwissenschaften und Technik gefördert werden. Die Kriterien ermöglichen ebenso eine Förderung geistes- oder sozialwissenschaftlicher Projekte. Es sind jene Vorhaben besonders zu berücksichtigen, die "zur nachhaltigen Lösung ökonomischer, ökologischer, kultureller oder sonstiger gesellschaftlicher Probleme beitragen". Ein neunköpfiger Beirat aus Mitgliedern der Uni, des Landes sowie der Fachhochschulen entscheidet über die Mittelvergabe. (bs/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2. 10. 2002)

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