Erste Bank will nun auch nach Bulgarien

1. Oktober 2002, 18:49
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Angebot für zweitgrößte Bank noch heuer

Washington - Die Erste Bank streckt ihre Fühler jetzt auch nach Bulgarien aus. Sie will bei der Privatisierung der zweitgrößten Bank des Landes, der DSK, die in rund 1000 Geschäftsstellen 4000 Mitarbeiter beschäftigt, mitmischen. "Die Erste Bank ist einer der Kandidaten für einen Einstieg bei der DSK", bestätigte der bulgarische Finanzminister Milen Veltchev im Gespräch mit österreichischen Journalisten. Noch heuer sollen die Interessenten erste Angebote abgeben, der Zuschlag soll dann im ersten Quartal nächsten Jahres erfolgen.

Veltchev, seit Mitte 2001 im Amt, wurde am Montag in Washington von der Zeitschrift Euromoney zum Finanzminister des Jahres gewählt - eine Ehre, die vor ihm unter anderem dem derzeitigen Konsulenten der Bank Austria, Ferdinand Lacina, zuteil wurde.

Österreich führt auch die Liste der ausländischen Investoren in Bulgarien an, gefolgt von Italien, Griechenland, Deutschland und Belgien. Insgesamt bezifferte Veltchev die ausländischen Investitionen in Bulgarien auf fünf Milliarden Dollar. Wirtschaftlich kommt Bulgarien gut voran. Das Wachstum wird heuer bei vier Prozent liegen, die Inflation ist mit 3,5 Prozent unter Kontrolle. Die Staatsverschuldung liegt unterhalb der 60-Prozent-Marke gemessen am BIP. Hauptproblem ist die hohe Arbeitslosigkeit. (gb, DER STANDARD, Printausgabe 2.10.2002)

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