Ski: Freude auf die Arbeit

1. Oktober 2002, 16:29
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Österreichs Skiteam befindet sich derzeit auf dem Pitztaler Gletscher und geht mit gelassenem Optimismus der nahenden Saison entgegen

St. Leonard/Pitztal - "Ich bin schon heiß auf Schnee", deklamierte Gesamt-Weltcupsieger Stephan Eberharter am Dienstag beim ÖSV-Medientag auf dem Pitztaler Gletscher. (Der Weltcup-Auftakt steigt am letzten Oktober-Wochenende.). Oben am Berg herrscht derzeit Hochbetrieb. Insgesamt 14 Nationen (u.a. die Schweiz, Deutschland und das von Superstar Bode Miller angeführte US-Team) nützen die optimalen Bedingungen zur Vorbereitung auf die rasant naherückende WM-Saison. Die Gletscherbahnen haben sich darauf eingestellt und schicken schon um 7.00 Uhr früh die erste Gondel in die Höhe.

Abstinenz

Eberharter-Pendant sieht's änlich. Die Niederösterreicherin hält erst bei 20 Trainingstagen auf Schnee: "Es war für mich einmal wichtig an alles andere als an das Ski fahren zu denken." Alexandra Meissnitzer hat Rücktrittsgedanken ad acta gelegt und will wieder siegen: "Ich weiß wieder, dass einiges möglich ist", betont die Abtenauerin, die nach wie vor auf Grund ihres im November 1999 erlittenen Kreuzbandrisses Schmerzen verspürt: "Komplett beschwerdefrei werde ich wohl nie wieder sein."

Startstücke

Ebenso kritisch wie Eberharter sieht Meissnitzer die neue Startregelung. Um der Spannung willen beschloss der Weltverband (FIS) für die kommende Saison, dass auch in den Speed-Rennen der Start wie in den technischen Bewerben in umgekehrter Reihenfolge stattfindet. Da es aber bekanntlich in diesen Disziplinen keinen ersten Durchgang gibt wird die Weltcup-Startliste (Super G) bzw. das Training (Abfahrt) für die Startreihenfolge herangezogen. Dorfmeister beschäftig sich sicherheitshalber erst gar nicht mit der Sache.

Für Alpinchef Hans Pum ist die Vorbereitung auf den Weltcup-Winter mit dem Saisonhöhepunkt WM in St. Moritz (2.-16.2.2003) bisher "zufriedenstellend" verlaufen. "Die Erwartungen an unser Team sind natürlich durch die vielen großen Erfolge der Vorjahre sehr hoch." Um diesen gerecht werden zu können, dient auch ein Besuch des Teams zu Testzwecken im BMW-Windkanal in München. Eberharter wird aber nicht dabei sein. "Ich brauch' das nimmer, denn ich kenne meine Idealposition nach all den Jahren im Weltcup." (APA/red)

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    Dorfmeister und Eberharter auf der Höhe

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