Der einzige Weg in den Himmel?

1. Oktober 2002, 13:03
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Buddhisten in Kambodscha verbrannten sich in Badewanne

Phnom Penh - Drei Anhänger eines buddhistischen Kults haben sich in Kambodscha verbrannt, indem sie sich in mit Benzin gefüllte Badewannen setzten und anzündeten. Drei weitere Ordensleute wurden vor dem Gruppen-Selbstmord gerettet.

Bei den Toten handelte es sich der Polizei zufolge um zwei Nonnen und einen Mönch. "Sie schütteten 60 Liter Benzin in die Badewannen, setzten sich hinein und zündeten das Benzin an", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Der Selbstmord ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Sonntag in der jahrhundertealten Pagode von Wat Thmar Sar in der Provinz Prey Veng im Osten des Landes.

Polizei sucht Anführer der Gruppe

Drei weitere Mönche des für strikte Meditationstechniken bekannten Tempels versuchten, sich durch Messerstiche in die Brust zu töten, wurden jedoch gerettet. Der Anführer der Gruppe, der nach den Selbstmorden floh, wird von der Polizei gesucht.

In den Abschiedsbriefen der Opfer hieß es der Polizei zufolge, der rituelle Selbstmord sei der einzige Weg in den Himmel. "Bitte, Leute, lacht nicht über uns. Wir begingen im Interesse Gottes Selbstmord", hieß es darin. Die Mutter des einen Mönches, selbst eine Nonne, sei während des Selbstmords vor der Badewanne mit ihrem brennenden Sohn niedergekniet und habe gebetet. (APA/Reuters)

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