Ozonloch über der Antarktis hat sich gespalten

1. Oktober 2002, 12:02
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Laut NASA das kleinste Ozonloch seit 1988

Washington - Das Ozonloch über der Antarktis hat sich nach Angaben von Wissenschaftern der NASA in zwei Ozonlöcher aufgespalten. Gleichzeitig sei das gesamte Gebiet der dünneren Ozonschicht deutlich geschrumpft, berichteten US-Medien am Montag. Im September lag die Fläche der dünneren Ozonschicht bei 15,6 Mill. Quadratkilometer, dieser geringe Wert wurde zuletzt 1988 gemessen. Im Jahr 2000 dehnte sich das Ozonloch über der Antarktis kurzzeitig auf 30 Mill. Quadratkilometer aus.

Als Ursache für das Schrumpfen des Ozonlochs sehen NASA-Wissenschafter die höheren Temperaturen, die Spaltung wird auf die ungewöhnliche Windentwicklung zurückgeführt. Weiters wird ein Rückgang der Umweltverschmutzung mit gewissen Chemikalien mit dem kleineren Ozonloch in Zusammenhang gebracht.

Für die Zerstörung der Ozonschicht werden vor allem die in alten Kühlschränken und vielen Spraydosen enthaltenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich gemacht. Laut einer Studie der australischen Forschungsgesellschaft CSIRO wird sich das Ozonloch als Folge der geringeren Emissionen bestimmter für Ozon besonders schädlicher Gase innerhalb von 50 Jahren ganz schließen.

Die Ozonschicht in der Stratosphäre schützt die Erde vor zu starker ultravioletter Strahlung von der Sonne. Wenn die Ozonschicht abnimmt führen die stärkeren UV-Strahlen zu negativen Folgen für das Leben auf der Erde. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt, durch die hemmende Wirkung auf das Pflanzenwachstum wird die Nahrungskette gestört. Als Ozonloch wird eine dünnere Ozonschicht definiert, in der die Dichte des Ozons 220 Dobson-Einheiten unterschreitet. (APA)

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