Mubarak setzt Shuttle-Diplomatie im Irak-Konflikt fort

1. Oktober 2002, 11:59
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Ägyptischer Präsident nach Gesprächen mit Syrien und Saudiarabien nun in Libyen

Kairo - Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat seine Shuttle-Diplomatie zum Konflikt zwischen den USA und Irak fortgesetzt und ist am Dienstag nach Libyen geflogen. Am Montag war Mubarak in Kairo mit dem syrischen Präsidenten Bashar Assad zusammengekommen, in der vergangenen Woche führte er Gespräche in Saudiarabien. Alle arabischen Staaten haben sich gegen einen Angriff der USA auf Irak ausgesprochen.

Ägypten und Saudiarabien haben allerdings erklärt, dass sie ihre Vorbehalte zurückstellen würden, falls eine Militäraktion ein Mandat der Vereinten Nationen haben sollte. Die verstärkten diplomatischen Aktivitäten Mubaraks sind nach Einschätzung arabischer Diplomaten in Kairo ein Hinweis darauf, dass ein Krieg für immer wahrscheinlicher gehalten wird, so dass sich die ägyptische Regierung bereits mit den möglichen Konsequenzen beschäftigt.(APA/AP)

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