Der Computer der Zukunft ist ... gar nicht da

1. Oktober 2002, 11:39
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Fraunhofer-Forscher arbeiten an "Disappearing Computern" - Informationsaustausch wird in die Umgebung integriert

Göteborg - Der Computer der Zukunft wird zwar nicht "verschwinden", aber "unsichtbar" sein. IPSI (Integrierte Publikations- und Informationssysteme) Fraunhofer entwickelt nach eigenen Angaben solche "Disappearing Computer". Dabei geht es darum, die "Welt um uns herum" zur Schnittstelle für Informationen, Kommunikation und Kooperation werden zu lassen, indem aufgabenorientierte Aktivitäten und informelle Kommunikation in die allgemeine Arbeitsumgebung integriert werden.

Bei dem derzeitig stattfindenden jährlichen Treffen der Disappearing-Computer-Initiative im schwedischen Göteborg, wo Wissenschaftler aus aller Welt mit ihren Projekten versammelt sind, hat IPSI Fraunhofer seine neuen Produkte InforMall und ViewPort vorgestellt. Das IPSI ist Koordinator des EU-geförderten Projekts "Ambient Agoras: Dynamic Information Clouds in a Hybrid World".

Die Wände haben Ohren

InforMall ist ein berührungsempfindliches, interaktives Wanddisplay, auf dem Informationen mit dem Finger oder Stift abgerufen oder neue Informationen unkompliziert erzeugt werden können, wie z.B. im Kontext einer spontanen Diskussion als Teil einer informellen Begegnung von Personen im Flur, Foyer, etc. Es ist über das hauseigene Netzwerk mit den entscheidenden Informationsquellen verbunden und geht über herkömmliche "Schwarze Bretter" weit hinaus. Teams können sich mit seiner Hilfe organisieren und austauschen.

Der ViewPort ist ein PDA (Personal Digital Assistent) mit zwei Bildschirmen, auf dem Informationen parallel in unterschiedlichen Kontexten angezeigt werden. Außerdem tauscht der ViewPort über ein drahtloses Funknetz Informationen mit Komponenten in der Umgebung aus, z.B. mit der GossipWall, und stellt diesen seine Bildschirme zur Verfügung. So können dort z.B. persönliche und vertrauliche Informationen angezeigt werden. In Göteborg zeigt das Fraunhofer-IPSI einen ersten Prototyp, zunächst noch auf der Basis eines kommerziell verfügbaren PDAs. (pte)

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