Mutter appelliert auf Freilassung Betancourts

2. Oktober 2002, 13:49
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Zeitung: Guerillas ließen Politiker-Geisel im Krankenhaus versorgen

Bogota - Die Mutter der seit mehr als sieben Monaten entführten kolumbianischen Politikern Ingrid Betancourt macht sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Tochter. Der Nachrichtenagentur AFP sagte Yolanda Polecio am Montag, falls ihre Tochter tatsächlich so schwer krank sein sollte, wie von einigen Medien berichtet, sollte die Guerilla "Erbarmen mit uns" haben und sie freilassen. In der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung "Semana" heißt es, die Guerilleros hätten ihre 40-jährige Geisel zu Untersuchungen in ein Krankenhaus im Südosten des Landes eingeliefert und anschließend wieder in ihr Dschungelversteck gebracht.

Die Grünen-Politikerin war am 23. Februar auf einer Wahlkampftour von den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) verschleppt worden. Zuletzt war sie Ende Juli in einem von der Guerilla am 15. Mai aufgenommenen Video zu sehen gewesen. Bei der Präsidentschaftswahl am 26. Mai waren auf die Kandidatin der Partei Grüner Sauerstoff weniger als zwei Prozent der Stimmen entfallen.(APA)

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    Ingrid Betancourt

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