Unfall bei Militärflugschau in Indien

1. Oktober 2002, 16:49
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Bis zu 35 Tote bei Zusammenstoß zweier Maschinen

Beim Zusammenstoß zweier Militärmaschinen während einer Flugschau nahe einem Wohngebiet sind am Dienstag an der Westküste Indiens bis zu 35 Menschen getötet worden. Offiziell wurden lediglich die zwölf Besatzungsmitglieder der beiden Propellermaschinen des russischen Typs Iljuschin IL 38 als Opfer des Unglücks genannt.

Bis zu 35 Tote

Eines der beiden Wracks stürzte jedoch auf eine Baustelle in der Nähe des Flughafens von Goa. In dem Rohbau eines Hauses sollen zahlreiche Arbeiter getötet worden sein. Der Fernsehsender Star News berichtete, inoffiziell sei von 35 Toten die Rede. 15 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Die Iljuschins der indischen Marine flogen als Zweier-Formation auf den Flughafen von Goa zu. Mit der Darbietung sollte das 25-jährige Jubiläum einer Marineflugeinheit gefeiert werden. Bisher hatte es in dieser Einheit noch keinen Unfall gegeben. Die beiden IL 38 stießen während des Anflugs in der Luft zusammen. Die Kollision galt eindeutig als Unfall, Hinweise auf Sabotage oder einen Anschlag gab es nicht.

Im Mai waren beim Absturz eines MIG-21-Kampfjets in Jalandhar im nördlichen Bundesstaat Punjab 8 Menschen ums Leben gekommen, als die Maschine in ein Bankgebäude stürzte und ein Inferno auslöste. Der Pilot hatte sich damals mit dem Schleudersitz retten können.

Die IL 38 hat vier Motoren und wird vor allem für Aufklärungsflüge über See und im Kampf gegen U-Boote eingesetzt. Sie kann außerdem 32 Passagiere transportieren. Indien hatte seit 1977 acht Maschinen dieses Typs gekauft. (APA/dpa)

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    Zusammenstoß zweier Maschinen bei Militärschau forderte bis zu 35 Menschenleben

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