Tote und Verletzte bei Kämpfen in den Autonomiegebieten

1. Oktober 2002, 13:09
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Wohnviertel im Osten von Gaza-Stadt beschossen - Israelischer Soldat bei palästinensischem Überfall getötet

Gaza/Jerusalem/New York - Bei Kämpfen zwischen israelischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern sind am Montag und in der Nacht auf Dienstag erneut vier Menschen ums Leben gekommen. In der Nacht wurde in Gaza-Stadt ein 55 Jahre alter Palästinenser von Splittern einer Panzergranate getötet. Am Montagabend starb bei Nablus im Westjordanland ein israelischer Soldat bei einem palästinensischen Überfall. Ebenfalls in Nablus waren bereits am Vormittag zwei palästinensische Kinder bei einem israelischen Vorstoß getötet worden. Vor dem Hintergrund der andauernden Gewalt forderte UNO-Generalsekretär Kofi Annan beide Seiten auf, weiter an einer friedlichen Lösung des Konflikts zu arbeiten.

Nach palästinensischen Angaben beschossen israelische Panzer in der Nacht zum Dienstag ein Wohnviertel im Osten von Gaza-Stadt. Auch Kampfhubschrauber hätten Raketen abgefeuert. Wie Krankenhausärzte berichteten, wurde ein 55-jähriger Palästinenser durch Geschosssplitter tödlich verletzt. Die israelischen Soldaten seien in dem Gebiet zuvor von militanten Palästinensern angegriffen worden, hieß es weiter. Die Streitkräfte evakuierten am späten Montagabend gegenüber von Arafats Hauptquartier Teile eines Mehrfamilienhauses, in dem anschließend Heckenschützen Stellung bezogen. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um das vierte Haus, das israelische Soldaten besetzten. Die Armee gab dazu zunächst keine Stellungnahme ab. Zuvor hatte sich die israelische Regierung entschlossen gezeigt, trotz dem Ende der zehntägigen Belagerung von Arafats Amtssitz weiter die dort verschanzten Terrorverdächtigen festnehmen zu wollen. (APA/dpa)

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