Hans-Sahl-Preis für ungarischen Autor Imre Kertesz

30. September 2002, 23:37
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Berlin - Der Hans-Sahl-Preis wird in diesem Jahr an den ungarischen Autor Imre Kertesz vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird vom Autorenkreis der Bundesrepublik Deutschland verliehen und ist dem Andenken an den vor den Nationalsozialisten in die USA emigrierten Autor und Journalisten Hans Sahl (1902-1993) gewidmet. Er wird Kertesz für sein Lebenswerk zuerkannt, teilte der Autorenkreis am Montag mit.

Hauptwerk: "Roman eines Schicksallosen"

Der 1929 in Budapest geborene Kertesz wurde 1944 in das KZ Auschwitz deportiert und im Mai 1945 im KZ Buchenwald von den Amerikanern befreit. Als sein Hauptwerk gilt der "Roman eines Schicksallosen", der zunächst kaum beachtet 1975 in Ungarn erschien. Zu seinen anderen Werken gehören "Kaddisch für ein erstgeborenes Kind" (1989), "Galeerentagebuch" (1992) und der Roman "Fiasko" (1999).

Bisherige Preisträger

Die bisherigen Hans-Sahl-Preisträger sind Hans-Joachim Schädlich, Günter Kunert, Edgar Hilsenrath, Jürgen Fuchs und Reiner Kunze. Die diesjährige Preisverleihung findet am 9. Oktober in Berlin in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund statt. (APA/dpa)

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