Kunstraub in der Beit-Kollektion

30. September 2002, 21:27
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Zum vierten Mal in 30 Jahren wurden kostbare Werke - darunter zwei Rubens - aus irischer Sammlung gestohlen

Dublin/London - Zum vierten Mal in 30 Jahren sind kostbare Kunstwerke aus einer Kollektion in Irland gestohlen worden. Dieses Mal erbeuteten die Täter nach Angaben der Polizei vom Montag fünf Gemälde, darunter zwei des flämischen Meisters Peter Paul Rubens (1577-1640): das "Porträt eines Dominikanermönchs" und "Venus fleht Jupiter an". Die Bilder wurden am Sonntag aus der auch öffentlich zugänglichen Alfred Beit-Kollektion in dem Anwesen Russborough House entwendet.

Nicht glauben können

"Wir haben es erst gar nicht glauben können", sagte eine Sprecherin des Hauses. "Erst am Mittwoch waren doch zwei Gemälde, die letztes Jahr gestohlen worden waren, wieder entdeckt worden und im August ein Rubens, der vor 16 Jahren gestohlen worden war."

Serie? 1974 - 1986 - 2001 - 2002

Die Einbruchsserie hatte 1974 begonnen, als die nordirische Terror-Organisation IRA 19 Gemälde mitnahm und Sir Alfred und dessen Frau festband. Alle Bilder tauchten später wieder auf. 1986 wurden 18 Bilder von dem berüchtigten Kunsträuber Martin Cahill gestohlen, der später von der IRA erschossen wurde. Heute fehlen nur noch zwei dieser Werke. Im Juni vergangenen Jahres wurden zwei weitere Bilder gestohlen, die in der vergangenen Woche sichergestellt werden konnten. (APA/dpa)

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