Carlos Menem verweigert Aussage zu Schweizer Konto

30. September 2002, 21:03
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Argentiniens Ex-Präsident und Präsidentschaftskandidat will nur von ausgewählten Richtren und Staatsanwälten einvernommen werden

Buenos Aires - Der ehemalige argentinische Präsident Carlos Menem hat sich am Montag geweigert, vor der argentinischen Justiz Aussagen zu einem nicht deklarierten Konto in der Schweiz zu machen. Der 72-jährige Menem verbrachte eine halbe Stunde im Büro von Richter Norberto Oyarbide. Nach Angaben Menems erwartete der Richter von ihm Angaben zu einem Konto in der Schweiz, das in den 80er-Jahren eröffnet wurde und auf dem sich 600.000 Dollar befinden sollen.

In einer schriftlichen Erklärung zeigte Menem sich zu Aussagen bereit, allerdings nur, wenn er vorher wisse, welcher Richter und welcher Staatsanwalt sich mit der Sache befassen. Die argentinische Justiz vermutet, dass das in der Schweiz entdeckte Geld aus unrechtmäßigen Aktivitäten stammt. Eröffnet wurde das Konto auf die Namen der Ehefrau und der Tochter des ehemaligen Staatspräsidenten. Zur Zeit bewirbt sich der umstrittene Politiker wieder um das Präsidentenamt in Argentinien. (APA/sda)

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    Will keine Aussagen zur Herkunft von 600.000 Dollar auf einem Konto aus den 80er-Jahren machen: Argentiniens Ex-Präsident und Präsidentschaftskandidat Carlos Menem

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