Reform der Alarmabteilung fertig

30. September 2002, 19:22
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Spezialeinheit der Wiener Polizei hat nun zwei Einsatzkommanden

Wien - Mek+Pek=Wega. Nach dieser Formel funktioniert ab sofort die reorganisierte Polizeispezialeinheit "Wiener Einsatzgruppen Alarmabteilung".

Das Pek (Polizei Einsatzkommando) ist die zentrale Zugriffseinheit und hat vier Einheiten mit rund 150 Beamten. Ihr Geschäft: Einsätze mit "erhöhtem Gefahrenpotenzial" wie Geiselbefreiung und Stürmen von Wohnungen. Einen oder mehrere "Peker" werden künftig auch besonders gefährdete Personen haben, etwa Kronzeugen oder Staatsbesuche.

Das Mek (Mobiles Einsatzkommando) schiebt Streifendienst und rückt zu Demos und anderen Großevents aus - wenn notwendig mit Wasserwerfern. Die drei Mek-Kompanien lösen das alte System der Reservekompanien ab. Die Reserve rekrutierte sich früher ausschließlich aus "normalen" Sicherheitswachebeamten aus den Bezirken, was dort dann im Fall von Großeinsätzen immer wieder zu einer "unerträglichen Personalschwächung" geführt habe, erklärte Montag Polizeipräsident Peter Stiedl.

Seit Mai 2001 - dem Beginn der Testphase - absolvierte das Pek 805 Einsätze, darunter vier Geiselnamen und 462 Festnahmen. Die Mek-Bilanz: 11.913 Einsätze, darunter 145 Demos und 63 Sportveranstaltungen. (simo/DER STANDARD, Printausgabe 1.10.2002)

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