Sozialplan für Mitarbeiter des Hilton fertig

1. Oktober 2002, 12:11
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Im Dezember beginnen Umbauarbeiten

Wien - Nach monatelangen Verhandlungen um die Schließung des Wiener Hotels Hilton im Zuge des Umbaus, unterzeichnete die Hotelleitung und die Spitze der Arbeitnehmervertreter heute, Dienstag, in Wien einen Sozialplan. Demnach erhalten alle Mitarbeiter eine Wiedereinstellungsgarantie für die Neueröffnung des Betriebes im April 2004. Darüber hinaus werden vor allem die älteren Angestellten in die beiden anderen Häuser der Gruppe in Wien übernommen.

Zwischen Dezember 2002 und Frühling 2004 wird das Haus am Stadtpark nach einem Plan des Architekten Hans Hollein um 175 Mill. Euro umgebaut. Dazu wird das Hotel komplett geschlossen, was die vorhandenen Arbeitsplätze bedrohte. Durch den unterzeichneten Sozialplan werden nun alle Präsenz- und Zivildiener, begünstigten Behinderten, karenzierte Mitarbeiter, Lehrlinge und Betriebsratsmitglieder in eines der beiden anderen Häuser - Plaza und Hilton Danube - übernommen.

Die Übrigen erhalten nebst der Wiedereinstellungsgarantie eine Überbrückungshilfe zu den gesetzlichen Ansprüchen, die nach Alter und Dauer der Dienstzeit bei Hilton gestaffelt ist. Die Höhe variiert zwischen 1.500 Euro und 7.250 Euro brutto. Wird von der Wiedereinstellungszusage Gebrauch gemacht, werden alle bisherigen Dienstzeiten bei Hilton als Vordienstzeiten angerechnet.

Besonders erfreut zeigte sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD): "Das ist wieder einmal der Beweis dafür, das die Sozialpartnerschaft lebt." Auch wenn es nicht üblich sei, die alten Mitarbeiter wieder zu übernehmen, sei dies doch eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Die Angestellten hätten Sicherheit und die Konzernleitung könne sofort mit einem eingespielten Team starten.

Ähnlich zufrieden urteilte Hilton-Generaldirektor Rico de Schepper, der die komplette Schließung des Hotels verteidigte: "Ohne sie hätte der Umbau gute drei Jahre anstatt 15 Monate gedauert - und hätte dennoch Arbeitsplätze gekostet." Außerdem könne man nach der Renovierung den Mitarbeiterstamm von jetzt 220 auf 250 aufstocken. (APA)

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