Wie Acrylamid in Pommes und Backwaren kommt

1. Oktober 2002, 12:26
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Kanadische Forscher haben nun herausgefunden, wie sich das Gift beim Braten und Backen bildet

Ottawa - Kanadische Forscher haben herausgefunden, wie es zur Bildung des Krebserregers Acrylamid in Lebensmitteln wie Pommes Frites, Kartoffelchips, Keksen und Brot kommen kann. Danach entsteht Acrylamid, wenn die Aminosäure Asparagin, die in stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Erdäpfeln und Getreidekörnern vorkommt, bei hoher Temperatur gebraten oder gebacken und mit dem natürlichen Zucker Glukose kombiniert wird. Schwedische Forscher waren als erste auf die Acrylamid-Gefahr aufmerksam geworden und hatten im Frühjahr Alarm geschlagen.

Das kanadische Gesundheitsministerium Health Canada wies am Montag alle Lebensmittelhersteller im Land an, die Kombination von Asparagin und Glukose bei hohen Temperaturen zu vermeiden und nach alternativen Herstellungsprozessen zu suchen. Auch die US-Gesundheitsbehörde FDA diskutierte das Ergebnis am Montag mit der Lebensmittelindustrie und Verbraucherorganisationen. Acrylamid wird industriell zur Herstellung von Plastik und Farben sowie zum Filtern von Trinkwasser produziert. Es ist aus Tierversuchen als Krebserreger bekannt. (APA/dpa)

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