Schadenersatz bei Massenkarambolagen

2. Oktober 2002, 13:19
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Nur bei Vollkaskoversicherung gibt es Geld

Wien - Speziell nach Massenkarambolagen taucht immer wieder die Frage auf, wer den Schaden zahlt. Die Frage, wer Schuld hat, kann meist nur mühsam geklärt werden, hieß es in einer Aussendung des ARBÖ am Montag. In der Regel bekommen die Beteiligten aber eine Teilschuld "aufgebrummt".

In Österreich beauftragt der Versicherungsverband nach Massenkarambolagen eine bestimmte Versicherungsgesellschaft mit der Abwicklung des Schadens, so der ARBÖ. Der Verband informiert auch die Geschädigten, wer zuständig ist.

"Die Chancen sind allerdings gering, nach Massenunfällen den gesamten Schaden ersetzt zu bekommen", erklärte die Juristin des Klubs, Renate Göppert. Meist werde eine Teilschuld von 25 bis 50 Prozent angenommen. "Dies bedeutet in der Praxis leider, dass man den eigenen Schaden fast immer zu einem großen Teil selbst zu tragen hat." Nur wer eine Vollkaskoversicherung hat, ist aus dem Schneider, hieß es.

Verdienstentgang, geplatzte Geschäftstermine oder versäumte Flüge wegen blockierter Hauptverkehrsrouten oder verspäteter Verkehrsmittel ersetzt laut ARBÖ keine Versicherung. Eine Schadenersatzklage wird auf Grund "höherer Gewalt" scheitern, hieß es. (APA)

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