Kahn fordert für heute "großen Sieg"

1. Oktober 2002, 11:28
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Bayern München steht ordentlich unter Druck, Leverkusen noch mehr - ManU und Barcelona brächten Siege schon fast eine Runde weiter

Wien - Am Wochenende lagen in der deutschen Fußball-Bundesliga bei der Härteorgie zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München die Nerven blank (vergl. Bild links!), nun sind beide Teams am Dienstag in der Champions League unter Zugzwang. Den Bayern steht vor dem Heimspiel gegen Milan "das Wasser bis zum Hals" (meint immerhin Trainer Ottmar Hitzfeld), Leverkusen steht nach zwei Niederlagen zum Start vor der Partie gegen Maccabi Haifa in Nikosia noch schlechter da.

Leidenschaftlicher Trotz

Bei den Bayern geht die Angst vor einem erstmaligen Vorrunden-K.o. um. Kapitän Oliver Kahn erwartet im ausverkauften Olympiastadion aber eine Trotzreaktion: "Wir müssen jetzt mal einen großen Sieg landen." Karl-Heinz Rummenigge will auf dem Platz eine Mannschaft sehen, die alte Zeiten aufleben lässt: "Ein Sieg ist ein Muss. Wir müssen leidenschaftlich kämpfen, so wie das speziell in der Champions League in früheren Spielen gegen Real Madrid, Manchester United oder Arsenal der Fall war."

Milan führt nach zwei Vorrunden-Spieltagen die Gruppe G ohne Punkteverlust an und kommt mit viel Selbstvertrauen nach München. "Diese Mannschaft ist nicht da, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Wir wollen in München gewinnen", verkündete Trainer Carlo Ancelotti. Im zweiten Spiel der Gruppe G trifft Deportivo La Coruna auf Lens.

Bayer Leverkusen will den Auftrieb nach dem 2:1 gegen die Bayern nutzen. "Mit einem Sieg sähe es wieder sehr rosig aus", sagte Coach Klaus Toppmöller vor der Partie gegen Maccabi Haifa. Nach zwei Niederlagen gegen Olympiakos und gegen Manchester United würde ein dritter Fehltritt allerdings wohl das vorzeitige Aus in der Gruppe F bedeuten. "Wir wollen abwartend spielen, ohne uns zu verstecken", verriet Maccabi-Trainer Itzhak Shum etwas von seiner taktischen Marschroute gegen "das Klasseteam" aus Leverkusen.

Die Souveränen

Souveräner Leader der Gruppe F ist Manchester United, mit einem Heimsieg gegen Olympiakos Piräus wäre für ManU wohl schon der Weg in die Zwischenrunde geebnet. Ähnlich gut lief es bisher in Gruppe H für den FC Barcelona, die Katalanen könnten mit einem Erfolg bei Lok Moskau auch mit der nächsten Gruppenphase planen. Nach dem 0:3 in der Primera Division bei Betis Sevilla empfanden die Barca-Profis die 19-stündige Anreise als Strafexpedition. "Nach dieser Schlappe müssen wir nun auch noch nach Moskau", stöhnten sie.

In der Gruppe E soll Juventus-Torgarantie Alessandro Del Piero gegen Newcastle (bisher noch ohne Punkt) für drei Punkte sorgen. In der zweiten Partie treffen Feyenoord und Dynamo Kiew aufeinander. (APA/dpa/Reuters)

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    Oliver Kahn und Anhängsel Thomas Brdaric im Bundesliga-Duell

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