MMS-Fotonachrichten via Handy bisher ein Flop

1. Oktober 2002, 15:11
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Versicherungsschäden, Urlaub und Partyszenen beliebte Fotomotive

Die hohen Erwartungen der österreichischen Mobilfunkindustrie in die neue Handytechnologie MMS (Multi Media Messaging) sind bisher weitgehend unerfüllt geblieben. Nur 17 Prozent der Handybesitzer interessieren sich für das Verschicken von Fotonachrichten via Handy, für 9 Prozent ist der SMS-Nachfolgestandard "sehr interessant", geht aus einer im Auftrag vom Handybetreiber One im August unter 1.000 Österreichern durchgeführten Umfrage des Marktforschers Integral hervor.

Interesse

Das größte Interesse weckt MMS derzeit bei Jugendlichen. 44 Prozent der 14- bis 19-jährigen interessieren sich laut Umfrage für die neuen Services. Bei den 20- bis 29-Jährigen beträgt dieser Anteil ein Viertel. Insgesamt finden 22 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen das Versenden von multimedialen Nachrichten via Handy interessant.

Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk

MMS-fähige Handys werden derzeit noch als kostspielige Rarität in den Shops gesehen. Nur sechs Prozent aller MMS-Interessierten wollen sich laut Umfrage in den nächsten Monaten ein MMS-Handy kaufen. Rund 20 Prozent der Befragten wünschen sich ein MMS-Handy aber noch heuer als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.

85 Prozent der Befragten, die an MMS interessiert sind, würden ein MMS-Handy dazu nutzen, um Fotonachrichten an andere MMS-Handys zu verschicken. 56 Prozent würden Fotonachrichten an E-Mail-Adressen versenden und rund ein Viertel würde Fotos für andere abrufbar ins Web stellen.

Praktisches und der Spaßfaktor

Bei den Beweggründen für die Nutzung von MMS liegen Praktisches und der Spaßfaktor vorne. Rund 80 Prozent der an MMS Interessierten würden das MMS-Handy nutzen, um im Fall eines Versicherungsschadens ein Foto zu machen und dieses an ihre Versicherung zu schicken. Fast drei Viertel (74 Prozent) würden Schnappschüsse machen und verschicken, 68 Prozent wollen Urlaubsfotos und 62 Prozent Fotos von Partys aufs Handy bannen.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der an MMS-Interessierten würde Treffpunkte aufnehmen und an Freunde verschicken und 44 Prozent würden andere mit Selbstportraits beglücken. 43 Prozent geben an, sie würden das MMS-Handy nützen, um Kaufentscheidungen zu treffen. (APA)

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