Schweden verweigert Orange einen Aufschub bei UMTS-Ausbau

30. September 2002, 15:47
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Netz muss weiter bis Ende 2003 aufgebaut sein - Auch Vodafone sucht um UMTS-Ausbau an

Der Mobilfunkanbieter Orange bekommt in Schweden keinen Aufschub beim Aufbau seines neuen UMTS-Netzes. Die schwedische Regulierungsbehörde für die Telekommunikationsbranche (PTS) verweigerte der France-Telecom-Tochter die Verlängerung um drei Jahre bis Ende 2006, wie sie am Montag in Stockholm mitteilte.

Mitteilung

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Ablehnung des Orange-Antrages hat der britische Netzbetreiber Vodafone am Montag in Stockholm mitgeteilt, dass das Unternehmen ebenfalls einen Aufschub der vorgeschriebenen Inbetriebnahme bis Ende 2005 beantragt hat. Als Grund nannte Vodafone Probleme bei den Genehmigungen für die Aufstellung von Sendemasten und Schwierigkeiten mit dem Verteidigungsministerium in Frequenzfragen.

Nicht betroffen

Laut Vodafone Sweden sind die Pläne zum UMTS-Netzaufbau davon insgesamt nicht betroffen. Ein Netzstart werde vorgenommen, wenn es eine gute Versorgung mit Handys gebe, die sowohl nach dem UMTS-Standard als auch im GSM-Netz funktionierten. Die PTS hat den Vodafone-Antrag nach Angaben von Hans Brändström, Bereichsleiter Mobiltelefonie der Behörde, noch nicht erhalten. Er werde unabhängig vom Fall Orange geprüft und entschieden.

Kostenlos

Orange, Tele2, Europolitan Vodafone und Hi3G hatten die UMTS-Lizenzen umsonst erhalten, unter der Auflage, dass die gesamte Bevölkerung bis Ende 2003 an das Mobilfunknetz der dritten Generation angeschlossen wird. Die PTS wies das Argument von Orange zurück, wonach sich die Wettbewerbsbedingungen durch die Zusammenarbeit zwischen Tele2 und dem Ex-Monopolisten Telia verändert hätten. (APA)

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