Chinas Ministerpräsident warnt Taiwan vor Unabhängig- keitsbestrebungen

30. September 2002, 13:53
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"Unverhohlene Provokationen" des Ein-China-Grundsatzes

Peking - Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji hat die Inselrepublik Taiwan am Montag scharf davor gewarnt, die Unabhängigkeit anzustreben. In seiner jährlichen Ansprache zum Gründungstag der Volksrepublik China warf Zhu Rongji "Führern der taiwanesischen Behörden" vor, in jüngster Zeit wiederholt "separatistische Äußerungen für Taiwans Unabhängigkeit" gemacht zu haben. Dies seien "unverhohlene Provokationen" des Ein-China-Grundsatzes, wonach es nur ein China in der Welt gibt und in Peking die alleinige Regierung Chinas ist.

"Alle Versuche, das Land zu spalten, sind zum Scheitern verurteilt", sagte Zhu Rongji. Es war aller Voraussicht nach seine letzte Ansprache zum Nationalfeiertag am 1. Oktober, da er nächstes Jahr im März sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung stellen dürfte. Die Warnung an Taiwan stach auffällig aus seiner ansonsten nur kurzen Rede hervor, zu der die ganze Staats- und Parteiführung mit Jiang Zemin an der Spitze sowie Botschafter und Diplomaten in der Großen Halle des Volkes versammelt waren. (APA/dpa)

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