Barbara Prammer Spitzenkandidatin der SP Oberösterreich

30. September 2002, 13:33
4 Postings

Liste spiegelt politische Schwerpunkte, Interessen der Arbeitnehmer, Frauen, Pensionisten und Jugend wider

Linz - Barbara Prammer soll erneut die Spitzenkandidatin der SPÖ Oberösterreich für die Nationalratswahl am 24. November werden. Das beschloss der Landesparteivorstand einstimmig am Montag, wie der Landesvorsitzende, Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit einem Teil der Kandidaten mitteilte. Der Landesparteirat muss die Listen noch bestätigen.

Barbara Prammer - am 11. Jänner 1954 in Ottnang geboren - zählt zu den SPÖ-Vertretern mit großer politischer Erfahrung. Zuerst war sie Jugend- und Frauenfunktionärin im Bezirk Vöcklabruck, dann Präsidentin des Oberösterreichischen Landtages, später als erste Frau in der Landesregierung Landesrätin für Naturschutz und Wohnbau, 1997 wurde sie Frauenministerin in der Bundesregierung, nach dem Wechsel der SPÖ von der Regierungs- auf die Oppositionsseite Nationalratsabgeordnete. Sie ist zudem Vorsitzende des oberösterreichischen und des Bundesfrauenkomitees der SPÖ.

"Spannendes, ausgewogenes Team"

Hinter ihr stehen auf der Landesliste nach der Bundesnotwendigkeit ÖGB Chef Fitz Verzetnitsch und Frauenvertreterin Inge Jäger mehrere neue Namen: Unter anderem Metallergewerkschafter Walter Schopf, Pensioinistenvertreterin Elfriede Kalod, der Linzer Universtätsprofessor und Volkshilfe-Chef Josef Weidenholzer sowie Voest-Betriebsrat Dietmar Keck und Arbeitnehmervertreter Hermann Krist.

Barbara Prammer kommentierte die Kandidatenliste mit "Wir haben ein sehr spannendes, sehr ausgewogenes Team zusammengestellt, das für die Wählerinnen und Wähler in Oberösterreich bestmögliche Vertretung im Parlament garantieren wird". Der derzeitigen ÖVP-FPÖ-Regierung wirft sie "soziale Kälte, Sozialabbau und gleichzeitig Chaos" vor. "Genau gegen das treten wird an. Wir setzen auf das Vertrauen und die Verlässlichkeit in die Politik, die die Menschen haben müssen". Hauptthemen im Wahlkampf sollen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Auftreten gegen Demokratieabbau und das Eintreten für Sicherheit nicht nur im militärischen sondern auch im sozialen Bereich sein.

Die Liste der SPÖ Oberösterreich spiegle die politischen Schwerpunkte der SPÖ wider, betonte Haider: Die Interessen der Arbeitnehmer, der Frauen, der Pensionisten und der Jugend. Als Wahlziel gelte: Die SPÖ soll so stark werden, dass sich gegen sie keine Bundesregierung bilden lasse und vor allem eine schwarz-blaue Regierung nicht mehr möglich sei, stellte er fest. (APA)

Share if you care.