Illegaler Handel mit antiken Gegenständen blüht

30. September 2002, 13:23
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Archäologen fordern Maßnahmen auf europäischer Ebene

Thessaloniki - Der illegale Handel mit Objekten aus dem Altertum und Antiquitäten blüht und kann nur noch mit einer einheitlichen europäischen Politik bekämpft werden. Antiken und Antiquitäten seien für viele Käufer eine "sicherere Investition" als Aktien oder Geldeinlagen. Darüber hinaus werde mit dem Kauf von Antiquitäten "Geld gewaschen", das aus dem Drogen- und dem illegalen Waffen-Handel stamme. Zu diesen Erkenntnissen sind Archäologen aus 21 europäischen Staaten gekommen, die sich am vergangenen Wochenende in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki getroffen haben.

Wie die griechische Presse am Montag weiter berichtete, riefen die Archäologen die Europäische Union auf, ihre Gesetzgebung zu vereinheitlichen und eine umfangreiche Kampagne zu starten, um ihre Bürger über den illegalen Antiquitätenhandel zu informieren.

Die Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen den meisten der 15 EU-Staaten hat nach Ansicht der Archäologen zur "unkontrollierbaren Erhöhung des Umfangs des illegalen Antiquitätenhandels geführt". Auch den EU-Beitrittskandidaten im Osten Europas müsse dringend geholfen werden. "Antike Gegenstände und Gegenstände der Kultur und Tradition dieser Staaten, wie Ikonen und Gemälde, strömen nach Westeuropa und in die USA. Der illegale Handel blüht", hieß es in einer Erklärung der Archäologen.(APA/dpa)

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