"Suchtgift-Teddybär" wurde Täter zum Verhängnis

30. September 2002, 13:03
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Bankraub nach fünf Jahren aufgeklärt

Linz - Neuerlicher Erfolg für "Inspektor DNA": Nach nicht weniger als fünf Jahren konnte jetzt in Oberösterreich ein Bankraub geklärt werden. Ein "Suchtgift-Teddybär" wurde dem Täter zum Verhängnis. DNA-Spuren vom seinerzeitigen Bankraub deckten sich mit jenen auf dem sichergestellten, mit Kokain "gefüllten" Stofftier.

Am 26. Juni 1997 hatten zwei bewaffnete und maskierte Männer die Raiffeisenbank von Offenhausen (Bez. Wels-Land) überfallen. Sie bedrohten die Bankangestellten und erbeuteten 130.000 Schilling, ehe sie mit einem gestohlenen Auto flüchteten. In der Beute befand sich allerdings ein so genanntes "Alarm-Paket". Als dieses kurz nach dem Überfall "explodierte", warfen die Räuber den Sack mit dem gesamten Geld aus dem Fahrzeug. Die Ermittlungen führten damals aber nicht zum Erfolg.

"Teddybär" am Postamt sicher gestellt

Im Juli des heurigen Jahres nun wurde am Hauptpostamt Linz ein aus Brasilien kommender "Teddybär" abgefangen, in dessen Bauch sich 200 Gramm Kokain befanden. Als Empfänger wurde ein Linzer ausgeforscht, der längere Zeit in Brasilien gelebt hatte und erst im heurigen Juni von dort nach Österreich zurückgekehrt war. Der Mann gestand, er habe sich das Kokain für den "Selbstkonsum" schicken lassen.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergab sich, dass die DNA-Spuren, die vor fünf Jahren beim Überfall in Offenhausen sichergestellt werden konnten, auf den Empfänger des jetzigen "Kokain-Bären" passten.

Nach stundenlangen Befragungen gestand der Linzer schließlich den Banküberfall, der Komplize war damals sein Bruder gewesen. Beide wurden ins Gefangenenhaus Wels eingeliefert. (APA)

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