FP-Budget-Sprecher verlässt den Nationalrat

30. September 2002, 12:14
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Böhacker: "Der Akku ist nur mehr halb voll" - Kein Zusammenhang mit parteiinternen Turbulenzen

Salzburg - Der Budgetsprecher der FPÖ im Nationalrat, der Wirtschaftstreuhänder Hermann Böhacker aus Bergheim bei Salzburg, tritt nicht mehr zur Wahl am 24. November an. Das gab Böhacker am Montag bei einem Pressegespräch in Salzburg bekannt. Als Gründe für sein Ausscheiden aus der Bundespolitik nannte er, dass "der Akku nur mehr halb voll ist", außerdem möchte er sich mehr seiner Familien und seinen Freunden widmen. Die Turbulenzen in der FPÖ seien aber nicht der Grund. In Sachfragen stehe er der Partei aber weiter zur Verfügung.

"Ich brauche eine bundespolitische Auszeit", so Böhacker, der aber weiterhin in der Gemeindevertretung Bergheim aktiv bleiben will - dort arbeitet er seit 1974. Seine Erfahrung werde er auch in der Steuerreformkommission noch einbringen, wenn es gewünscht werde. Als Signal, dass er den Kurs der Freiheitlichen und Mathias Reichhold nach den jüngsten Ereignissen wieder voll mittrage, möchte Böhacker auf einer Liste aber weit hinten kandidieren. Der Noch-Abgeordnete stellte auch klar, dass er keine Polit-Pension beziehen werde.

Böhacker, der heute seinen 61. Geburtstag feiert, ist seit 1971 selbstständiger Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder. Seit den frühen 1960er Jahren ist er für die FPÖ aktiv. Im Lauf der Jahre bekleidete er viele Ämter. So war er unter anderem Landesfinanzreferent der FPÖ und Landesparteisekretär. Im Nationalrat war er zuletzt Budget- und Finanzsprecher der FPÖ. Im Finanz- und Budget-Ausschuss war er Obmann-Stellvertreter. Böhacker betonte weiters, dass er sich stets als Abgeordneter des Landes Salzburg gefühlt und auch danach gehandelt habe. (APA)

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