UNO-Irak-Gespräche: Größtes Medien-Event in Wiens UNO-Geschichte

30. September 2002, 11:52
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IAEO-Sprecherin Fleming erwartet am Montag "keine revolutionären Ergebnisse"

Wien - Die Gespräche über die Rückkehr der UNO-Waffeninspektoren in den Irak haben den größten Medienandrang in der Geschichte der Wiener UNO-Vertretung ausgelöst. "Es ist unser größtes Medien-Event. Etwa 300 Journalisten sind aus der ganzen Welt angereist", erklärte die Sprecherin der Atomenergiebehörde (IAEO), Melissa Fleming, am Montag in Wien.

Laut Fleming übertragen Fernsehstationen in die ganze Welt live. Die BBC habe am Sonntag einen Live-Bericht über die IAEO-Laboratorien in Wien gemacht. Wichtige Medien hätten leitende Korrespondenten nach Wien geschickt.

"Wir brauchen einen Vertrag mit dem Irak", betonte die IAEO-Sprecherin. "Wir müssen uns von Angesicht zu Angesicht begegnen." Den Medien werde am Montag wahrscheinlich nur die Atmosphäre, in der die Gespräche stattfinden, vermittelt werden. "Für heute erwarte ich keine revolutionären Ergebnisse." Sowohl die IAEO als auch die UNO-Irak-Kommission UNMOVIC werde zuerst ihren Bericht dem UNO-Sicherheitsrat übermitteln.

Für die Gespräche gab es von Seiten der Exekutive keine gesonderten Sicherheitsmaßnahmen. "Wir haben keinen offiziellen Auftrag, weil die Gespräche auf Beamtenebene und ohne Beteiligung von Politikern stattfinden", so Chefinspektor Robert Sturm vom Innenministerium, "wir haben aber den Ort (wo die Gespräche stattfinden, Anm.) im Auge". (APA)

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