"Die Situation ist vollständig unter Kontrolle"

30. September 2002, 21:26
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Schewardnadse erklärt Operation im Pankisi-Tal für beendet

Tiflis - Georgien hat nach eigenen Angaben wie von Russland gefordert alle tschetschenischen Rebellen aus dem Pankisi-Tal vertrieben. Die Regierung in Tiflis bot Russland am Montag an, Beobachter zu entsenden, um sich von der Richtigkeit der Angaben zu überzeugen. Russland hatte Georgien vorgeworfen, in dem Kaukasus-Tal nicht entschieden genug gegen grenzübergreifend operierende Moslem-Rebellen vorzugehen. Die Regierung in Moskau hatte der früheren Sowjetrepublik Georgien mit russischen Militäreinsätzen in dem Tal gedroht. Die USA hatten Russland vor einem solchen Schritt gewarnt.

Der Einsatz "gegen Kriminelle und Terroristen" in dem Tal sei vorbei, sagte der georgische Präsident Eduard Schewardnadse. "Das Tal ist von illegalen, bewaffneten Gruppen gesäubert." Das Pankisi-Problem bestehe daher nicht mehr. Die Rebellen seien getötet worden oder nach Russland zurückgekehrt. Georgien werde es nicht zulassen, dass sie erneut in das Tal einsickerten, sagte der Ex-Außenminister der ehemaligen Sowjetunion weiter. Es sei nun an der Zeit, die Spannungen zwischen Russland und Georgien zu beenden. Georgien hatte im August tausend Soldaten in das Tal verlegt.

Die russische Luftwaffe setzte unterdessen ihre Angriffe auf mutmaßliche Stellungen tschetschenischer Rebellen in der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien fort. "Kleine Gruppen von Kämpfern" seien aus Georgien nach Russland eingedrungen, sagte ein Verantwortlicher der Armee der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Am Donnerstag waren bei den bisher schwersten Kämpfen in der Republik Inguschetien nach Armeeangaben bis zu 20 russische Soldaten und Dutzende tschetschenische Kämpfer getötet worden. Diese sollen aus Georgien nach Russland übergewechselt sein. (APA/Reuters)

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