Zwei Quereinsteiger für Fußis Demokraten

29. September 2002, 19:03
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Kandidaten für Wirtschaft und Tourismus

Graz/Liechtenstein - Nach dem Scheitern der "Koalitionsgespräche" zwischen dem Liberalen Forum und den "Demokraten" nannte der Initiator des Abfangjäger-Volksbegehrens Rudolf Fußi zwei Kandidaten, die er für seine Neopartei ins Rennen schicken wolle: Hubert Pfeifenberger, der in Graz die Kärnten- und Steiermark-Filiale der internationalen Wirtschaftsinformationsfirma "D&B" leitet, und Roman Schröck, Angestellter einer Hotellerie-Personalagentur in Liechtenstein.

Bruder als Vorbild

Pfeifenberger gab sich bei der ersten Anfrage durch den STANDARD über seine von Fußi kolportierte Kandidatur vorerst unsicher bis überrascht. Nach einstündiger Nachdenkpause stellte er dann klar: "Ja, ich bin einer der Kandidaten, es sieht ganz danach aus." Seine Funktion bei den "Demokraten" werde die "Vertretung der Wirtschaftsinteressen sein".

Mit welchen Konzepten und Zielen er das tun werde, wollte Pfeifenberger aber nicht näher ausführen. Politisches Engagement ist in seiner Familie jedenfalls nicht neu, wie der zukünftige Wirtschaftssprecher Fußis bestätigt: Sein Bruder ist der freiheitliche Kärntner Landeshauptmannstellvertreter Karl Pfeifenberger. Etwas konkreter wurde Roman Schröck, der für den Bereich Tourismus, für den er ein eigenes Ministerium fordert, verantwortlich sein will.

"Tourismus ist unser wichtigster Wirtschaftszweig, hat aber keine Lobby wie die Industrie." In Liechtenstein stationiert, spielt der 35-jährige schon seit zwei Jahren mit dem Gedanken, politisch aktiv zu werden. Bei welcher Partei er das vor zwei Jahren getan hätte, will er nicht verraten. Die Richtung der SPÖ hält er jedenfalls für einen "Rückschritt ins Mittelalter", die Grünen, erzählt er, hätten in seiner Jugend in einem Vorarlberger Dorf alle Straßen aufreißen wollen. "Stellen Sie sich vor, das setzt sich Bundesweit durch!", zeigt sich Schröck besorgt.

Knüppel auf den Sack

Wenig hält der "Demokrat" von den Parlamentariern im Allgemeinen, Schröck zum STANDARD: "Am besten wäre es, man steckt die ganzen Typen in einen Sack und haut mit einem Knüppel fest drauf. Da trifft man mit Sicherheit immer den Richtigen." (Colette M. Schmidt/DER STANDARD, Printausgabe, 30.9.2002)

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