US-Börsenaufsicht will IAS-Bilanzen zulassen

29. September 2002, 19:01
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Chef-Buchprüfer Herdman: Nicht vor 2005

Chikago - Die US-Börsenaufsicht (SEC) schließt die Zulassung von Bilanzen nach der ab 2005 in Europa geplanten einheitlichen IAS-Richtlinie nicht aus. Dies würde europäischen Konzernen wie DaimlerChrysler, deren Aktien auch in den USA gelistet sind, Zeit und Geld sparen.

Der SEC-Chef-Bilanzprüfer Robert Herdman sagte, wenn der IAS-Board seine Bilanzierungsregeln wie geplant bis 2005 vereinheitlicht habe, werde die SEC erwägen, auch nach International Accounting Standards (IAS) erstellte Bilanzen zu erlauben. Zugleich schränkte er jedoch ein, dass bis zu einer Zulassung der US-Behörden noch viele Hürden zu überwinden seien. "Ich kann nicht versprechen, was 2005 passieren wird", sagte Herdman.

Am Ende müsse es einen einheitlichen Standard geben. Die größte Herausforderung sei es, eine Richtlinie zu finden, die auch den US-Anforderungen genüge. Die in Europa verbreiteten IAS-Bilanzierungsregeln konkurrieren mit der vor allem in den USA gebräuchlichen Rechnungslegung nach den General Accepted Accounting Principles (GAAP). Die IAS-Regeln müssen nach einer EU-Verordnung ab 2005 von allen börsennotierten Unternehmen in Europa als einheitliche Richtlinie für ihr Konzernzahlenwerk angewandt werden. (Reuters, DerStandard, Printausgabe, 30.09.2002)

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