200 Ex-Spione bei Protesten in Südkorea festgenommen

29. September 2002, 14:28
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Demonstranten fordern Anerkennung für Agententätigkeit im Norden

Seoul - Bei einer Straßenschlacht mit der Polizei sind in Südkorea etwa 200 ehemalige Spione festgenommen worden. Mindestens 26 Menschen wurden verletzt, als die Ex-Agenten im Regierungsviertel von Seoul für die Anerkennung ihrer Arbeit in Nordkorea und für finanzielle Entschädigung demonstrierten, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag meldete. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. Die Demonstranten griffen die Beamten mit Stahlrohren an und setzten Gasbehälter in Brand.

Die südkoreanische Regierung hatte bis zum Frühjahr dieses Jahres dementiert, Spione im verfeindeten Nordkorea eingesetzt zu haben. Nach Angaben der Opposition wurden dagegen tausende südkoreanische Agenten während des Korea-Krieges 1950 - 1953 in dem Nachbarland getötet oder verschleppt. (APA/AFP)

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