"Schauen, was der Mathias verträgt", sagt der Jörgl, harrt der Dinge

29. September 2002, 15:01
39 Postings

Kärntner FPÖ: Gurker Bürgermeister Kampl soll nur kanditieren wollen, wenn Haider auf der Liste erscheint - Landesparteileitung berät

Launsdorf - Die Frage der Kandidatur des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider auf der Nationalratsliste der Kärntner FPÖ war Sonntag Mittag noch immer nicht geklärt. Während die Landesparteileitung hinter verschlossenen Türen seit 9.00 Uhr beriet, meinte Haider, der an der Sitzung nicht teilnahm, es sei alles offen.

Haider betonte, er wolle das ja eigentlich gar nicht machen, weil es Spannungen erzeugen würde. Gefragt, ob er sich auf die Liste setzen ließe, wenn die FPÖ Kärnten dies von ihm wolle, sagte er: "Na, werden wie einmal schauen, was der Mathias (Reichhold, Anm.) verträgt."

Am Samstagabend hatte es ein Sechs-Augen-Gespräch zwischen Haider, Reichhold und dem als Kärntner FP-Spitzenkandidaten ins Gespräch gebrachten Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl gegeben. Gerüchten zufolge soll Kampl seiner Kandidatur nur unter der Bedingung zugestimmt haben, dass auch Haider auf der Liste aufscheine. Reichhold soll daraufhin neuerlich mit seinem Rücktritt als Bundesparteiobmann gedroht haben. Haider kommentierte das Gespräch auf die Frage nach dessen Ergebnis mit einem einzigen Wort: "Schwierig." Ein Ende der Sitzung war vorerst nicht in Sicht. (APA)

Share if you care.