Rettungsmaßnahmen für südafrikanisches Naturschutzgebiet

28. September 2002, 21:36
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Havarierter Frachter "Jolly Rubino" könnte Ölpest auslösen

Johannesburg/St. Lucia/Wien - Vor Südafrikas Ostküste hat am Samstag das Abpumpen von Öl aus dem nahe dem Naturschutzgebiet St. Lucia havarierten Frachter "Jolly Rubino" begonnen. Nach Angaben des nationalen Umweltministeriums dürfte es mehrere Tage dauern, bis es vollständig von einem Auffangschiff aufgenommen worden ist. Danach sollen die noch an Bord befindlichen Container untersucht werden. Durch die Aktion soll eine drohende Ölpest verhindert werden. Bergungsteams hatten eigens dazu zwei Löcher in die Bordwand des Frachters geschnitten, der etwa 800 Tonnen Schweröl gebunkert hat.

Das Wrack liegt in Sichtweite von St. Lucia auf Grund. Seit Wochen wird versucht, das zum UNESCO-Welterbe zählende Naturschutzgebiet am Indischen Ozean zu schützen. Nach Regierungsangaben ist es bisher gelungen, eine Verschmutzung der Strände zu vermeiden. Das Schiff war am 10. September auf der Fahrt von Durban (Südafrika) nach Mombasa (Kenia) aus ungeklärter Ursache in Brand geraten und musste von der Besatzung aufgegeben werden.(APA/dpa)

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