Briefe kommen schneller

30. September 2002, 19:41
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Post hat Anlaufschwierigkeiten mit neuem Verteilzentrum behoben - Briefe werden zu 80 bis 85 Prozent am nächsten Tag zugestellt

Wien - Vier Wochen nach Inbetriebnahme des neue Briefzentrum Ost in Wien-Inzersdorf sind nach Angaben der Österreichischen Post AG die Anlaufschwierigkeiten weitgehend behoben. 80 bis 85 Prozent aller Briefsendungen würden nun wieder innerhalb eines Tages zugestellt, sagte Unternehmenssprecher Michael Homola am Montag auf APA-Anfrage. Damit erreiche man nun wieder jenen Wert, der vor der Eröffnung des Verteilzentrums üblich war.

Auch die Rückstände bei "Info-Mails mit persönlicher Anschrift" seien als letzter Posten Mitte der Vorwoche aufgearbeitet worden. Kurz nach der Aufnahme des Vollbetriebs am 2. September stapelten sich mehr als sechs Millionen Postsendungen - die Menge von beinahe zwei Tagen - in dem Logistikzentrum.

Schadenersatzforderungen

Die Post ist aus diesem Grund auch mit Schadenersatzforderungen verärgerter Kunden konfrontiert. Über die Anzahl der Forderungen bzw. die geforderten Schadenersatzsummen machte der Post-Sprecher keine Angaben.

Man sei zuversichtlich, die Zustellquote weiter erhöhen zu können, sagte Homola: "Die vier Wochen Schonfrist sind mit heute vorbei." Ziel der Post ist es, den Vorgaben der Universaldienstverordnung zu entsprechen: Spätestens ab 2004 müssen Inlandsbriefe demnach zu 95 Prozent innerhalb des ersten Werktags beim Empfänger ankommen.

Auf täglich vier Millionen Sendungen ausgelegt

Ob es in Wien schon früher soweit sein wird, wollte der Post-Sprecher nicht beurteilen. Er verwies aber auf das Beispiel des Verteilerzentrums in Salzburg. Dieses sei im Juli 2001 in Vollbetrieb gegangen, ab dem Frühjahr 2002 seien dann bereits Werte zwischen 95 und 98 Prozent erreicht worden. Allerdings: "Salzburg kann nicht eins zu eins auf Wien umgelegt werden." Das dortige Verteilerzentrum sei bei weitem kleiner als jenes in Inzersdorf.

Das Wiener Briefzentrum ist auf täglich vier Millionen Sendungen - die Hälfte des gesamtösterreichischen Briefaufkommens - ausgelegt. Es ist damit nach Post-Angaben des größte Verteilzentrum Europas. In drei Schichten sind 1.200 Mitarbeiter im Einsatz.(APA)

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