Lachs-Sterben an US-Westküste

28. September 2002, 17:16
1 Posting

Folge hoher Wassertemperatur - Umweltpolitik unter Beschuss

San Francisco - Mehr als 12.000 Lachse sind auf dem Weg vom Pazifik zu ihren Laichplätzen in dem Westküsten-Fluss Klamath River in den vergangenen Tagen verendet. Nach US-Medienberichten vom Freitag sollen unnatürlich hohe Wassertemperaturen zu dem Massensterben geführt haben. Unter dem wachsenden Protest von Fischern und Umweltschützern hat sich die Regierung in Washington jetzt bereit erklärt, in den nächsten Tagen mehr Wasser aus dem Oberlauf des Flusses freizugeben.

Viele Biologen und Indianerstämme, die entlang des Klamath River fischen, machen eine neue Wasser-Politik der Bush-Regierung für den Tod der Fische verantwortlich. Große Wassermengen aus dem Klamath-Oberlauf im US-Bundesstaat Oregon wurden in diesem Jahr erstmals an kalifornische Landwirte im trockenen Central Valley verteilt. Dadurch nahm die Wassermenge im Unterlauf des Flusses ab, was zu einer bedrohlichen Erwärmung des Restwasser führte, vermuten Umweltschützer.

Einige Gruppen schätzen die Zahl der toten Lachse auf 30 000. Es soll sich um das größte Lachssterben seit zwei Jahrzehnten handeln. Mit einer Klage wollen Naturschützer nun gegen die auf zehn Jahre angelegten Wasserverteilungspläne der Regierung vorgehen. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.