Deutschland: Bis zu 4,7 Millionen Arbeitslose im Winter befürchtet

28. September 2002, 15:12
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Chefökonomen führender Banken pessimistisch

Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland droht im Winter nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten auf bis zu 4,7 Millionen zu steigen. Das ergab eine Umfrage der "Berliner Zeitung" unter Chefökonomen führender Banken. Im Schnitt rechnen die Experten mit rund 4,5 Millionen Arbeitslosen, sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung bis dahin nicht entscheidend bessern.

Für 2002 erwarten die Experten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von im Schnitt 0,3 Prozent, für 2003 rund 1,3 Prozent. Im ungünstigsten Fall halte er im Winter 4,7 Millionen Erwerbslose für möglich, sagte der Chefökonom für Deutschland bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, Dirk Schumacher.

Ähnlich pessimistisch äußerte sich Commerzbank-Chefvolkswirt Ulrich Ramm. Er gehe "davon aus, dass wir Anfang des kommenden Jahres 4,5 Millionen Arbeitslose haben werden". Die Chefökonomen von Deutscher Bank und Allianz-Gruppe, Norbert Walter und Michael Heise, erwarten etwas günstigere Zahlen. "Werden Januar und Februar kalte Monate, sind 4,4 Millionen Arbeitslose nicht auszuschließen", sagte Walter. Auch Martin Hüfner von der HypoVereinsbank rechnet mit "deutlich über vier Millionen, wobei die exakte Zahl vom Wetter im Winter abhängt". (APA/AP)

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