Berlusconi will Verbrechen um ein Drittel reduzieren

28. September 2002, 14:12
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Italienische Regierung verspricht "eisernen Griff" gegen Kriminalität

Rom - Bis zum Ende der Legislaturperiode in vier Jahren will die italienische Regierung die Zahl der Verbrechen um ein Drittel reduzieren. Das ist das Ziel von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der am Freitag die bisherigen Resultate seines Kabinetts im Kampf gegen die Kriminalität vorstellte.

"In Italien werden zu viele Verbrechen begangen, im vergangenen Jahr waren es drei Millionen. Die Polizei hat bisher gearbeitet, um die Verbrechen zu bekämpfen, wir wollen nun auch verstärkt für Vorbeugung sorgen", sagte Berlusconi, dessen Angaben nach seit seinem Amtsantritt im Juli 2001 die Zahl der Verbrechen bereits um zehn Prozent zurückgegangen sind.

Zu den jüngsten Erfolgen seines Kabinetts im Kampf gegen die Kriminalität zähle die sogenannte Operation "Freie Straßen". In 20 Tagen seien 1.093 Personen verhaftet, 1.502 angezeigt und 1.346 illegale Einwanderer ausgewiesen worden. Die Operation in 30 Provinzen und 15 Regionen sei Teil einer ausgedehnten Offensive gegen Prostitution, Drogenhandel und illegale Immigration. "Jeder Bürger hat das Recht, sich sicher zu fühlen und keine Angst zu haben. Unsere Aufgabe ist es, ihn vor der Kriminalität zu schützen", sagte Berlusconi.

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung wolle Rom enger mit den Ländern kooperieren, von denen die meisten Einwanderer abfahren, die Italien erreichen, kündigte der Ministerpräsident an. In diesem Zusammenhang plant Berlusconi im Oktober eine Reise nach Albanien. "Ich möchte selber überprüfen, wie die Häfen und Küsten kontrolliert werden, um die Auswanderung nach Italien zu stoppen", berichtete Berlusconi, der vor zwei Wochen in Rom seinen albanischen Amtskollegen Fatos Nano getroffen hatte. Der Einsatz gegen die Menschenhändler sei die Bedingung für die weitere Sicherung von italienischer Entwicklungshilfe, betonte Berlusconi. (APA)

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