Ambulanzgebühr weit unter den Erwartungen

27. September 2002, 19:48
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Hauptverbands- Präsident: "Verwaltungstechnich gibt es ein Problem"

Wien - Der neue Präsident des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, Martin Gleitsmann, sieht die jüngste Reparatur der Ambulanzgebühr mit Skepsis. "Verwaltungstechnisch" ergebe sich "sicher ein großes Problem", meint Gleitsmann. Für die Patienten sehe er eine "erfreuliche Entwicklung", müssten doch durch die Ausweitung der Befreiungen deutlich weniger Menschen die Gebühr bezahlen. Dementsprechend werde von den prognostizierten Einnahmen nur ein "Bruchteil" in die Krankenkassen fließen. Die Gebühr hätte von Anfang an im Spital bezahlt werden sollen.

Prompt setzte es Schelte für Gleitsmann durch FPÖ-Gesundheitssprecher Alois Pumberger, der ihm "Beklagen des eigenen Versagens" vorwarf. Der selbst verwaltete Hauptverband hätte die Spitäler überzeugen müssen, das Inkasso zu übernehmen.

Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck meinte, die SPÖ habe durch die Zustimmung zum Ambulanzgebührengesetz im Bundesrat ihre eigene "Scheinheiligsprechung" betrieben. (APA, nim/DER STANDARD, Printausgabe, 28./29.9.2002)

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    Martin Gleitsmann

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