Kolumbien: Militärchef will sich nicht US-Justiz stellen

27. September 2002, 17:37
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USA hatten wegen Drogenhandels die Auslieferung Salvatore Mancusos gefordert

Bogota - Der Militärchef der ultrarechten Paramilitärs in Kolumbien, Salvatore Mancuso, will sich nicht der US-Justiz stellen. Der Chef der Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen (AUC) schrieb in einem am Freitag veröffentlichten Brief an US-Botschafterin Anne Patterson, er wolle die AUC weiter führen. Die USA hatten wegen Drogenhandels die Auslieferung Mancusos gefordert. Neben ihm sollen auch der Gründer der Paramilitärs, Carlos Castano, und ein weiterer Anführer ausgeliefert werden. Castano hatte bereits angekündigt, dass er sich stellen will.

Die AUC stehen in den USA auf der Liste der Terrororganisationen. Die Anklage beweise, dass die Paramilitärs nicht nur gegen die linksgerichteten Rebellen in Kolumbien kämpften, sondern tief in den internationalen Drogenhandel verstrickt seien, hatte das Justizministerium zur Begründung erklärt. Die ultrarechten Paramilitärs haben laut Castano 15.000 Mann unter Waffen. (APA)

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