Wiener Städtische plant Wienerberger-Beteiligung

27. September 2002, 15:54
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Geyer: Bis zu fünf Prozent vorstellbar

Wien - Der österreichische Versicherungskonzern Wiener Städtische hat Interesse daran, sich beim Baustoffriesen Wienerberger einzukaufen. Man könne sich durchaus eine Betteiligung von rund 5 Prozent an dem börsenotierten Ziegelriesen vorstellen, zitiert das "Wirtschaftsblatt" (Freitagausgabe) Städtische-Generaldirektor Günter Geyer. "Das Ganze hängt natürlich vom Preis ab." Derzeit ist die Städtische an der Semperit AG Holding (25 Prozent), an Porr (23 Prozent) und an Casinos Austria (10 Prozent) beteiligt. Kleinere Beteiligungen hält der Versicherer an OMV, Böhler-Uddeholm, am Flughafen Wien, an voestalpine und AUA.

Vor rund einem Monat hatten die beiden Wienerberger-Hauptaktionäre Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Koramic angekündigt, sich auf unter 50 Prozent zurückziehen zu wollen, aber offen gelassen, wie und in welchem Zeitraum sie dies tun wollten.

Koramic-Konzernboss hatte zwei Wochen später wissen lassen, dass sein Konzern zu derzeitigen Kursen aber nicht verkaufen werde. Die belgische Koramic darf nach einer Abänderung des Syndikatsvertrags als erste bis zu 15 Prozent an der Wienerberger verkaufen, Syndikatspartnerin BA-CA darf erst ein halbes Jahr später ihre Anteile verkaufen. Koramic will auf jeden Fall 10 Prozent an Wienerberger behalten.(APA)

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