T-Mobile Austria-Geschäftführer Radinger tritt ab

27. September 2002, 19:08
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CEO Pölzl künftig auch für Marketing und Vertrieb zuständig

Friedrich Radinger, seit Anfang 1998 im Spitzenmanagement der T-Mobile Austria (vormals max.mobil), legt seine Funktion als Geschäftsführer - auf eigenen Wunsch - Mitte Oktober 2002 zurück. Radingers Agenden werden von T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl übernommen.

Aufgaben

In seiner Tätigkeit als Geschäftsführer war Radinger für Marketing und Vertrieb zuständig. Verantwortlich zeichnete er u.a. für den Markenaufbau von max.mobil und die internationale Markenumstellung von T-Mobile.

Für T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl ist der Rückzug seines Kollegen Friedrich Radinger eine "persönliche Entscheidung", die er zu akzeptieren habe und nicht kommentieren wolle. Er könne aber "verstehen, dass sich Radinger nach fünf Jahren anderen Herausforderungen widmen" wolle, betonte Pölzl am Freitag auf APA-Anfrage. Welche Herausforderung Radinger annehmen wird, wollte der T-Mobile-Chef nicht kommentieren. Pölzl selbst schließt einen Unternehmenswechsel aus, für ihn sei seine Aufgabe "nach wie vor spannend", so Pölzl.

Keine Nachbesetzung

Der Posten Radingers wird vorerst nicht nachbesetzt. Pölzl will künftig die Bereiche Vertrieb, Marketing und Service übernehmen. Gleichzeitig soll er durch eine "Organisationsanpassung" im Bereich IT-Technik entlastet werden. Auf die Frage, ob es bei T-Mobile Austria demnach bald einen neuen Technik-Chef geben werde, meinte Pölzl: "Das könnte sein."

Anerkennung

Dass Pölzl auf Grund der Organisationsanpassung oder wegen Verstimmungen im Konzern ausgeschieden sein könnte, schließt Pölzl aus. Die Markenmigration habe Radinger "sehr gut mitgetragen" und dafür auch "größte Anerkennung" aus dem Konzern erhalten.

T-Mobile Austria habe sich außerdem "äußerst erfreulich und erfolgreich" entwickelt. Im ersten Halbjahr hat der zweitgrößte heimische Mobilfunker das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 35,9 Prozent auf 160,2 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz legte bei einem stagnierenden Gesamtmarkt um 3,2 Prozent auf 429,7 Millionen Euro zu. (APA)

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