"Hinter Gittern" - auf Serie

28. September 2002, 19:00
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Die RTL-Knastsaga über das Leben/Überleben im fiktiven Frauengefängnis

Wie das Dasein gefangener Männer in Strafanstalten (realistischer Weise) aussehen kann, wird uns mittels zahlreicher Beispiele, nicht nur des US-Kinos, vor Augen geführt. Aber nicht nur harte Knastis, sondern auch weibliche Straffällige wecken das Interesse. Der Privatsender RTL entdeckte das Thema Frauenknast bereits 1997 als lukrativen Quotenbringer. "Hinter Gittern – Der Frauenknast" - Ein Frauengefängnis in Deutschland: Justizvollzugsanstalt Reutlitz, Station B. Hier sitzen die Frauen wegen Mord, Erpressung, Banküberfall oder Betrug ein – mitunter auch unschuldig.

Emotionen, Intrigen, Liebe, Hass:

Böse und gute Charaktereigenschaften finden sich auf beiden Seiten – unter den gefangenen Frauen genauso wie unter dem Aufsichtspersonal. Seit September 1997 bietet das Leben im Frauenknast genügend Stoff um noch immer wöchentlich Frauenschicksale – außerhalb von Normen und Gesetzen - zu präsentieren. Weitere Staffeln werden folgen.

Denn, wie es die RTL-Redakteure (Manfred Seiler, Friedrich Wildfeuer) auf der Knastwebseite für Fans der Serie treffend beschreiben: "Ein Gefängnis bietet intensive, emotionale Situationen und damit eine ideale Grundlage für Drama, Tragödie und Humor. Das Gefängnis ist ein Abbild unserer Gesellschaft, eine Metapher des Lebens. So können wir, verdichtet in einer überschaubaren Welt, klassische Serienthemen wie Liebe und Hass, Freundschaft und Feindschaft, Schuld und Sühne, Intrigen und Allianzen, aber auch Emotionales wie das Mutter und Kind-Verhältnis, auf spannende und dramatische Weise zeigen. Und das Umfeld gibt uns die Möglichkeit, verschiedenste Frauencharaktere in den Mittelpunkt einer Serie zu stellen".

Das Grundmuster ist simpel:

Zwei Cliquen, die sich gegenseitig bekämpfen, sollen Spannung erhalten: Knastlesbe Walter (Katy Karrenbauer) - wild, entschlossen und hart (aber auch hier gibt es einen weichen, zarten Kern) schart eine Gruppe Frauen um sich, Uschi König (Barbara Freier) stellt mit ihrer mütterlichen Strenge und deren Sympathisantinnen das Gegenlager. Konflikte, Rangordnungen, Freundschaft – aber auch der gemeinsame Feind in Form der/des bösen Aufseherin/Aufsehers, der/die zu Machtmissbrauch neigt – verbinden. Auch Liebe ist möglich: Zwischen den Insassinnen oder zwischen Aufsichtspersonal und Krimineller. Die richtige Mischung macht den Erfolg.

Dazu gehört auch eine nicht zu unrealistische Optik und keine Angst vor Tabuthemen. Gedreht wird in einer ehemaligen britischen Kaserne, die zu einem Gefängnis umgebaut wurde. Die Anstalt fasst 120 Verurteilte. Die Insassinnen leben in Kleingruppen in den Stationen, auf zwei Häuser verteilt. Ihre Zellen dürfen sie individuell gestalten. In einer Wäscherei und der Gärtnerei können sie sich betätigen und im Gefängnishof machen sich Pöbeleien und Raufereien besonders gut. Wer sich nicht an die Spielregel hält, wird abgeschoben – in ein wirklich übles Gefängnis.

(pd)

Mo: 21.15 Uhr auf RTL Produziert von Grundy/UFA TV Produktions GmbH Berlin ("Gute Zeiten, schlechte Zeiten", "Unter uns") Ob des Erfolgs auch bald auf DVD
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