DaimlerChrysler ändert Verträge mit Mercedes-Händlern

27. September 2002, 13:37
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Neue Verträge von fast allen Vertriebspartnern unterzeichnet

Stuttgart - Als Konsequenz aus den Änderungen im Autovertrieb innerhalb der Europäischen Union (EU) hat DaimlerChrysler seine Händlerverträge umgestellt. Wie das zuständige DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert am Freitag in Stuttgart berichtete, hätten fast alle Mercedes-Benz Vertriebspartner die neuen Verträge unterzeichnet.

Die harmonisierten Verträge enthielten klar definierte, einheitliche Standards, die den Markenanspruch sicherstellten. Wegen der zukünftigen Trennung von Vertrieb und Service erhielten alle Vertragspartner jeweils separate Verträge für die beiden Bereiche, sagte Hubbert weiter.

Inkrafttreten mit 1. Oktober 2002

Im Rahmen der neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) für den Kfz-Vertrieb hat Mercedes-Benz im September auch den österreichischen Vertragspartnern die neuen Verträge samt Standards zugänglich gemacht, teilte die Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft heute mit. Das Inkrafttreten der neuen Verträge ist zum Ablauf der Übergangsfrist - mit 1. Oktober 2002 - vorgesehen.

Die EU-Kommission hatte im Juli durchgesetzt, dass Vertragshändler in ihren Verkaufsräumen künftig auch Autos anderer Hersteller anbieten dürfen. Zudem sind die Vertragshändler von Oktober 2003 an nicht mehr verpflichtet, auch Wartung und Reparatur anzubieten. Dies können auch künftig freie Werkstätten tun, die das Recht auf Zugriff von technischen Informationen und Spezialwerkzeug der Hersteller erhalten. Die EU verspricht sich von der Reform des Autohandels vor allem sinkende Preise. DaimlerChrysler will auch bei den Marken Smart, Chrysler und Jeep die Händlerverträge entsprechend umstellen.(APA/AP)

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