BMW stellt mehr als 800 IT-Spezialisten ein

27. September 2002, 11:57
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Autohersteller will Qualität elektronischer Bauteile verbessern

Der Autokonzern BMW sorgt für einen Hoffnungsschimmer auf dem angespannten Arbeitsmarkt für EDV- und IT-Spezialisten. Nach einer Ankündigung von BMW-Vorstandschef Helmut Panke am Rande des Pariser Automobilsalons will der Konzern in diesem Jahr zusätzlich 160 Elektronik- und Software-Spezialisten sowie 700 bis 800 Ingenieure mit IT-Kenntnisse einstellen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Freitag, berichtet, will BMW mit dem zusätzlichen Personal seine Kompetenz im Elektronik- und Softwarebereich verstärken, um die Abhängigkeit von Zulieferern und die Pannenanfälligkeit zu vermindern.

Neue Chancen

Die Qualität und Pannenhäufigkeit vor allem von Elektronikbauteilen und Software im Auto ist derzeit eines der wichtigsten Themen der Branche. "Die Autos werden immer komplexer und es gibt einen Trend weg von der Hardware hin zur Software", sagte Panke. Um diesem Trend gerecht zu werden, stockt das Münchner Unternehmen sein Forschungs- und Innovationszentrum, in dem derzeit rund 6.000 Ingenieure arbeiten, deutlich auf. Um nicht mehr jede einzelne Neuentwicklung an Zulieferer abgeben zu müssen, wurde zudem die Tochtergesellschaft BMW Car IT gegründet, in der Ingenieure und Entwickler künftig neue Anwendungsmöglichkeiten für Elektronik im Auto entwickeln sollen.

Probleme

BMW hat, wie andere namhafte deutsche Autohersteller auch, in jüngster Vergangenheit zunehmend Probleme mit Elektronikbauteilen und Software von Zulieferern. So droht den Bayern in diesem Jahr bereits die fünfte Rückrufaktion. Panke bestritt zwar, dass die Zahl der Rückrufaktionen in den vergangenen Jahren gestiegen sei. "Doch jeder Rückruf ist einer zu viel", sagte er und versprach weitere Qualitätsverbesserungen. (pte)

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