Südkoreaner entdeckte Leichen von fünf vermissten Schulbuben

27. September 2002, 11:48
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Seit elf Jahren verschwunden

Seoul - Ein südkoreanischer Bergwanderer hat im Südosten des Landes einen grausigen Fund gemacht. Wie die Polizei in der Stadt Daegu am Freitag mitteilte, fand der Mann auf einem Berg unweit der Stadt die sterblichen Überreste von fünf Menschen. Vermutlich handelt es sich um fünf Schulbuben, die vor elf Jahren als vermisst gemeldet wurden. Der Fall hatte 1991 für großes Aufsehen gesorgt. Der Mann war bei der Suche nach Eicheln am Donnerstag auf die Leichen gestoßen.

Die Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren hatten am 26. März 1991 ihr Dorf verlassen, um Frösche zu fangen. Sie waren niemals zurückgekehrt. Die Polizei hatte eine landesweite Suche nach den Vermissten eingeleitet, die seit damals in Südkorea "Froschbuben" heißen.

Die Polizei vermutet, dass die Buben sich verirrt haben und bei nasskaltem Wetter an Unterkühlung gestorben waren. Bei den Leichen wurden auch Kleidungsstücke und Schuhe gefunden. Für die Identifizierung sollen die Überreste zur genetischen Analyse in ein Labor gebracht werden. (APA/dpa)

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