Die Antibaby-Pille regt Fruchtbarkeit an

27. September 2002, 12:03
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Britische Forscher widerlegen Theorie der Unfruchtbarkeit - Nach längerer Einnahme werden Frauen nach dem Absetzen schneller schwanger als sonst

London - Die Antibabypille dient eigentlich dazu, vor ungewollter Schwangerschaft zu schützen. Britische Forscher haben nun herausgefunden, dass Frauen nach längerer Einnahme der Pille nach dem Absetzen schneller schwanger werden als sonst. Die oralen Kontrazeptiva wirken also nicht schädlich auf die Fruchtbarkeit, berichtet BBC-Online.

Beim Absetzten wurde bisher eine verlängernde Wirkung der Pille angenommen

Frühere Studien sprachen davon, dass die Pille die Fruchtbarkeit vermindert und dass Frauen, die die Pille nahmen und dann absetzten, für längere Zeit keine Kinder bekommen konnten. Die jetzt veröffentlichte Untersuchung der Universität von Bristol und Brunel basiert auf Angaben von über 8.000 Schwangeren. Nach den neuesten Forschungsergebnissen kam es bei fast 75 Prozent der Frauen, die über längere Zeiträume orale Kontrazeptiva eingenommen hatten, innerhalb von sechs Monaten nach dem Absetzen zu einer Schwangerschaft. Bei 14 Prozent kam es zwischen sechs Monaten und einem Jahr zu einer Schwangerschaft und knapp 12 Prozent mussten länger als ein Jahr auf Nachwuchs warten. Bei zwei Drittel der Frauen, die länger als fünf Jahre die Pille genommen hatten, kam der Nachwuchs innerhalb eines Jahres.

"Children of the 90s"-Untersuchung

Alle genannten Frauen sind Teil der großangelegten "Children of the 90s"-Untersuchung, bei der über 14.000 britische Familien im Laufe des vergangenen Jahrzehnts befragt wurden. Die Ergebnisse der Studie werden auch im Fachmagazin "Human Reproduction" veröffentlicht, berichtet BBC. (pte)

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