US-Telefongesellschaft SBC will weitere 11.000 Stellen abbauen

27. September 2002, 09:00
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Investitionen werden zurückgefahren

Die zweitgrößte lokale US-Telefongesellschaft SBC Communications will angesichts des hohen Konkurrenzdrucks weitere 11.000 Stellen streichen und ihre Investitionen um rund 25 Prozent zurückfahren. Der geplante Abbau entspreche einer Verringerung der Belegschaft um weitere sechs Prozent, nachdem SBC in diesem Jahr bereits 10.000 Arbeitsplätze gestrichen habe, teilte das im texanischen San Antonio ansässige Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

Sonderbelastung

Die Kürzungen führen den Angaben zufolge im dritten und vierten Quartal zu Sonderbelastungen, die ein Firmensprecher auch auf Anfrage nicht näher beziffern wollte. SBC-Aktien fielen im nachbörslichen Instinet-Handel um mehr als drei Prozent auf 21,20 Dollar (21,6 Euro).

Investitionen

SBC kündigte ferner an, im nächsten Jahr nur noch fünf bis sechs Milliarden Dollar investieren zu wollen. 2002 lag das entsprechende Budget bei knapp unter acht Milliarden Dollar. SBC ist der führende Telekom-Anbieter im Mittleren Westen und Südwesten der USA. In den vergangenen Jahren haben Mobilfunkanbieter lokalen US-Telefongesellschaften Marktanteile abgenommen, was sich auch an der rückläufigen Zahl der Festnetzanschlüsse zeigt. Unternehmen wie SBC hatten darauf mit massiven Kosteneinsparungen reagiert. (APA/Reuters)

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